Der Blick von fern

Ich schreibe wöchentlich darüber, wie unser Leben aus einer extremen Vogelperspektive aussehen könnte.

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Im Westen und im Nahen Osten eskaliert Polizeigewalt. Professorin Cassie ist wie gelähmt im Angesicht all der Videos und Erzählungen, in denen Menschen von Milizen eingeschüchtert, bedroht, verfolgt und getötet werden.

Die Einsparmaßnahmen an der Uni treffen nun auch Professorin Cassie.

Professorin Cassie ist wütend über einen Studenten, der mit dummdreisten Fragen stört.

Cassie ist müde und erschöpft. Seit Tagen halten Rückenschmerzen sie nachts wach. Sie reagiert gedämpft auf alles, was ihr begegnet.

Cassie hat ihre Familie zum Weihnachtsessen eingeladen. Sie freut sich sehr, dass ihre erwachsenen drei Kinder mit Freund und Freundinnen kommen werden.

Im Universum ist alles gut genug. Alles hat seinen Platz. Allerdings haben die Menschen manchmal Probleme, das zu erkennen.

Asteroiden schlagen mit zerstörerischer Kraft auf Planeten ein. Gorillas kämpfen gewaltsam um ihre Reviere. Auch Menschen haben Instinkte, die stärker sind als ihre Erziehung. Das sehe ich, das Bewusstsein, ständig.

Im Universum werden ständig Informationen ausgetauscht. Bei den Menschen übertragen sich Gefühle und Körpermuster sogar über Generationen hinweg. Das sehe ich, das Bewusstsein, Tag für Tag.

 

Das All strahlt Ruhe aus, die Erde ist massiv und stabil. Die Menschen können ebenso ruhig und klar sein. Selbst im Sturm der Gefühle. Das weiß ich, das Bewusstsein, genau.

 

Im Universum ist Zeit relativ, das weiß ich, das Bewusstsein genau. Auf der Erde läuft die Zeit linear, vorwärts. Die Menschen können die Vergangenheit und die Gegenwart gleichzeitig erleben, indem sie Vergangenes mit Körper und Geist festhalten.